Hundeagility in der Stadt

Nicht jeder Hundebesitzer hat das Glück mit seinem Vierbeiner am Land zu leben. Aber auch von der Stadt aus lassen sich tolle Grünflächen, Parks oder auch ein Wald problemlos erreichen. Sollte das einmal nicht möglich sein, können auch „Stadtgeräte“ wie eine Treppe, Laternen, Bänke, Büsche oder Bäume für die Fitness und Aufbau der Muskulatur des Hundes genutzt werden.

 

Bei Agility muss der Hund einen Parcour mit Tunnels, Stegen und weiteren Hindernissen in einer vorgegebenen Reihenfolge bewältigen. Sprünge und Schnelligkeit sind gefragt. Aber diese Sportart ist nicht für Jeder-Hund geeignet, sei es aus Größengründen oder Belastungen des Bewegungsapparates. Warum nicht Koordination und Balance gelenkschonend trainieren ohne den Anforderungen eines Hundeplatzes mit speziellen Geräten?

 

So bewirkt das kurze Stehen mit den Vorderbeinen auf einer Gehsteigkante, eine halbe Minute drei Mal täglich, die Stärkung der Oberschenkel- und Rückenmuskulatur. Die Balance Eures Hundes könnt Ihr üben, wenn Ihr seinen Kopf mit einem Leckerchen langsam Richtung Boden führt, wo er das kleine Futterstückchen natürlich auch bekommt.  Nachher lasst Ihr den Hund wieder nach oben schauen.

 

Balance lässt sich auch stärken wenn Euer Hund auf einem Bänkchen sitzt und Ihr Euch abwechselnd die rechte und linke Pfote geben lässt. Niedrige Bänke laden auch ein, den Hund darunter durchrobben zu lassen. Diese Bewegung stärkt die Schulterpartie und Hinterhand.

Die Übung „Slalom“ kennen viele aus dem Agilitysport. Wie wäre es mit einem geschickten Lauf um Pfosten herum? Laternen oder Sperrpfosten sind alltägliche Geräte um sie gleich für eine Konzentrationsübung zu nutzen. Mit ein bisschen Übung lernen Hunde auf Fingerzeig die Richtung zu wechseln. Mit dem Signal „herum“ kann auch ein Busch dazu verwendet werden.

 

Aber nicht nur sportliche Aktivitäten können auf grauem Asphalt und zwischen Häusern unternommen werden. Auch Suchspiele lassen sich in den Spaziergang einbauen. Futterbeutel werden meistens am Boden versteckt, daher kann einmal zur Abwechslung ein erhöhtes Versteck auf einem Mauervorsprung oder Sitzbänkchen eingebaut werden.

Verliere unauffällig ein Spielzeug während Eures Spazierganges. Suche es ganz aufgeregt nach einigen Schritten. Dein Hund wird es rasch finden und nach einiger Zeit kann die Strecke immer weiter verlängert werden.

„Qualität statt Quantität“: unter diesem Motto sollte die adäquate Auslastung eines Hundes stehen. Ermüdender als langes Ballspielen oder eintönige Spaziergänge sind Suchspiele wo der Hund seine Nase einsetzen darf und Konzentrationsübungen.

 

Es gibt nichts schöneres als mit seinem geliebten Hund etwas zu unternehmen. Im Vordergrund sollte aber immer der gemeinsame Spaß und die Gesundheit stehen. Fitness- und Bewegungstraining sollte immer in Absprache mit einem Tierarzt durchgeführt werden, vor allem wenn der Hund bereits Probleme mit dem Bewegungsapparat hat. Ansonsten steht einem lustigen Stadt-Agility nichts mehr im Weg.